In der seit 1978 in einem ehemaligen Trockental betriebenen Deponie
Kapiteltal wurden bis Ende 2000 ungefähr 5,6 Millionen Kubikmeter Abfälle
eingelagert, vor allem Hausmüll, Sperrmüll, Gewerbemüll und Bauschutt.
Geplant war ursprünglich der Einbau von 26,5 Millionen Kubikmeter
Abfällen. Die Ablagerung der Abfälle wurde jedoch vorausschauend
entsprechend der am 1. Juni 2005 in Kraft getretenen
Abfallablagerungsverordnung vorzeitig eingestellt und neue Wege
entsprechend dem Stand der Technik beschritten. Es wird eine aktive
Deponieentgasung betrieben, augenblicklich werden ca. 350 Normkubikmeter
pro Stunde erfasst mit absteigender Tendenz. Durch ein
Tiefendrainagesystem am Deponiefuß wird das oberflächennahe belastete
Grundwasser gefasst und der Kläranlage zugeführt, überprüft wird das
System kontinuierlich durch eine Messstation.
Seit 2006 bis 2016 befindet sich die Deponie in der Stilllegungsphase. In
dieser Zeit werden ca. 2,2 Millionen Kubikmeter mineralische Abfälle als
Deponieersatzbaustoff zur Oberflächenprofilierung eingesetzt. Danach
beginnt die 30jährige Nachsorgephase.
