ZAK: Wertstoffhof überzeugt mit Bürgerservice

Kaiserslautern, 05. April 2018

Der Wertstoffhof der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern mit seiner Sonderabfall-Annahmestelle (SOA) bietet einen „sehr guten Bürgerservice“. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die im vergangenen Jahr in 102 Landkreisen und kreisfreien Städte insgesamt 75 Wertstoffhöfe hinsichtlich der Rückgabemöglichkeiten schadstoffhaltiger Abfälle untersucht hat. Lediglich 28 Prozent der getesteten Wertstoffhöfe wiesen dabei einen sehr guten Bürgerservice auf.

Getestet wurden von der Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation neben der Rücknahme von Bauschaumdosen und Energiesparlampen auch deren ordnungsgemäße Entsorgung, die Öffnungszeiten, selbsterklärende Hinweisschilder sowie weiterführende Informationen. Den hohen Standard, den unter anderen auch der Wertstoffhof der ZAK bietet, wünsche sich die DHU bei allen kommunalen Sammelstellen.

In 30 der 102 untersuchten Landkreise und Städte in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland, Bremen und Hamburg wurden ausschließlich mobile Sammelfahrzeuge eingesetzt oder eine Abgabe von Schadstoffen war nur an wenigen Tagen im Jahr möglich. Dabei könnten, so die DUH, Schadstoffmobile stationäre Sammelstellen nur ergänzen, nicht aber ersetzen. Zudem stellte die DUH fest, dass es bei knapp 30 Prozent der untersuchten stationären Rücknahmestellen ernstzunehmende Mängel beim Bürgerservice gab.    

Schadstoffbelastete Abfälle stellen aufgrund ihrer giftigen, wassergefährdenden oder ätzenden Eigenschaften eine besondere Gefahr für Mensch und Umwelt dar. „Eine ordnungsgemäße Entsorgung steht und fällt jedoch mit dem flächendeckenden Angebot kommunaler Sammelstellen und deren bürgerfreundlicher Ausgestaltung“, kritisiert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. So müssten Bürger in zumutbarer Entfernung regelmäßig eine Möglichkeit erhalten, Schadstoffe ordnungsgemäß zu entsorgen.

In der Sonderabfall-Annahmestelle der ZAK wurden im vergangenen Jahr 426 Tonnen Problemabfälle gewogen, weitere knapp 150 Tonnen sammelte das Umweltmobil in der Stadt und dem Landkreis Kaiserslautern ein. Umgerechnet bedeutet dies, dass auf jeden Bürger 2,3 Kilogramm Problemstoffe entfallen. Bundesweit wird pro Kopf und Jahr aber lediglich ein Kilo über die Wertstoffhöfe eingesammelt. „Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass die vielfältigen Abgabemöglichkeiten sowie die bürgerfreundlichen Öffnungszeiten unmittelbar mit der Sammelmenge zusammenhängen“, freut sich ZAK-Vorstand Jan Deubig über die positiven Untersuchungsergebnisse.

>Info:

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) wurde 1975 gegründet. Sie ist politisch unabhängig, gemeinnützig anerkannt und engagiert sich vor allem auf nationaler und europäischer Ebene. Die DUH setzt sich für nachhaltige Lebensweisen und Wirtschaftsformen ein, die ökologische Belastungsgrenzen respektieren. Gleichzeitig kämpft sie für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz der Naturgüter sowie für den Klimaschutz.