Lemke forscht mit Fridolin

Ministerin würdigt die pädagogische Arbeit der ZAK und GML in Ludwigshafen
Kaiserslautern, 22.Mai 2015

Am Mittwoch feierten die Freilandklassenzimmer der ZAK- Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern und der GML Abfallwirtschafts mbH Ludwigshafen, an der die ZAK als Gesellschafterin beteiligt ist, auf der Messe „klimafach“ in Ludwigshafen ihr 17-jähriges (ZAK) bzw. 15-jähriges (GML) Bestehen. Die rheinland-pfälzische Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz und Energie, Eveline Lemke, lobte die pädagogisch wertvolle Arbeit der außerschulischen Lernorte. Ministerialdirigent Dr. Gottfried Jung hob die Pionierleistung der ZAK und insbesondere seiner Mitarbeiterin, Diplombiologin Karin Gantner, bei der Entwicklung und Etablierung von abfallpädagogischen Lehrlernkonzepten hervor. Auf der „klimafach“, einer internationalen Messe für Klimaschutz und Klimawandelanpassung in Ludwigshafen, versetzte sich Ministerin Lemke in die Rolle einer Schülerin und forscht mit Hilfe des lebendigen Riesentausendfüßlers Fridolin die Lernstation „Die Natur kennt keine Abfälle“. Das Blatt fällt im Herbst vom Baum, wird vom Tausendfüßer gefressen, dessen Kot wiederum als Dünger für die Pflanzen des Waldes dient. Der Kreislauf ist damit vollständig. Lemkes Vision sei, dass das Wort „Abfall“ aus dem Sprachgebrauch verschwindet. Das was als Abfall bezeichnet werde, sei ja nichts anderes als ein Rohstoff in einem geschlossenen Kreislauf.

Als Anerkennung für die geleistete Arbeit überreichte die Ministerin einen speziell für die ZAK und GML konzipierten Lernmaterialkoffer. Jan Deubig, Vorstand der ZAK, bedankte sich bei der Ministerin und bekräftigte, wie wichtig die Arbeit im Umwelterlebniszentrum sei, da das Umweltverständnis so bereits im frühen Kindesalter geweckt werden könne.

Am neu gestalteten Messestand der ZAK hatte Herr Deubig auch Gelegenheit, der Ministerin die RAL-zertifizierten Palatihum-Kompostprodukte zu präsentieren. Sie zeigte sich über die Geruchsneutralität und das Aussehen der Komposte begeistert. Abschließend ging der Vorstand auf die abfallwirtschaftliche Kooperation mit der GML Ludwigshafen mbH ein (http://www.zak-kl.de/news/gemeinsame-transportkette). Zudem wurde die Ministerin zu einem Besuch der ZAK nach Kaiserslautern eingeladen.

Die jährlichen Besucherzahlen des Umwelterlebniszentrums in Kaiserslautern steigen seit der Eröffnung 1998 kontinuierlich, 2014 wurde die 1000 Personen-Marke überschritten. In vielen Schulen und anderen Einrichtungen ist der Besuch des Umwelterlebniszentrums seit Jahren ein fester Bestandteil des Jahresprogramms. Neben den vielen positiven Reaktionen während der Exkursionen zeigt die große Beteiligung an dem jährlich durch die ZAK ausgeschriebenen Wettbewerb, ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Wissensvermittlung, die Begeisterung der kleinen und großen Besucher.

Das Umwelterlebniszentrum Kapiteltal passt sich der umfassenden Entwicklung der ZAK zum Biokompetenzzentrum mit dem Spektrum seiner Lernstationen an. Die Themen biogene Abfälle als Energie- und Rohstoffträger, erneuerbare Energie aus abfallstämmigen Energieträgern und die Deponie als Niere der Kreislaufwirtschaft rücken in den Fokus der auf das Alter und die Interessenlage der Besucher abgestimmten Geocaching-Rallyes. In zunehmendem Maße werden auch die amerikanischen Mitbürger erreicht, da alle Exkursionen in Englisch angeboten werden.

Durch die interkommunale Kooperation mit der GML werden zukünftig auch übergreifende Themen aufgenommen und gemeinsame Projekte mit einbezogen.