ZAK diskutiert die Herausforderungen der Zukunft

Was sind die zentralen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern und wie kann sie diesen gerecht werden?
Kaiserslautern, 04.04.19

Diese Frage stand im Mittelpunkt eines sogenannten „Stakeholder-Dialogs“, zu dem die ZAK in das bic (Business + Innovation Center) nach Kaiserslautern eingeladen hat. Mehr als 30 Vertreter verschiedenster Anspruchsgruppen diskutierten gemeinsam mit den Mitarbeitern der ZAK über ein breit gefächertes Themenfeld. Diese Impulse fließen in ein integriertes Nachhaltigkeits-Management des Unternehmens ein, wo sie sich in konkreten Maßnahmen und Zielen widerspiegeln sollen. In zwei vorgelagerten Workshops ermittelten die Fach- und Führungskräfte der ZAK die wesentlichen Nachhaltigkeits-Themen der ZAK und bewerteten diese nach ihrer Bedeutung aus interner Sicht. Zusätzlich entwickelten sie Leitsätze, Ziele und Indikatoren – und diskutierten, wie die ZAK ihre Nachhaltigkeits-Leistung weiter verbessern kann. Ziel des Stakeholder-Dialogs war es nun, die wesentlichen Themen, die Leitsätze sowie eine Zusammenfassung der Ziele mit den externen Anspruchsgruppen zu diskutieren sowie gegebenenfalls von diesen bewerten und ergänzen zu lassen. Zum Stakeholder-Dialog wurden verschiedenste Anspruchsgruppen und Experten, die das Unternehmen und sein Umfeld gut kennen, eingeladen. Dazu gehören unter anderem Vertreter des Verwaltungsrates, der Ämter und Behörden, Geschäftspartner, Dienstleister, Kunden, Mitarbeiter sozialwirtschaftlicher Einrichtungen, Wissenschaftler sowie Schul- und Bildungsvertreter. Nach einer kurzen Einführung durch ZAK-Vorstand Jan Deubig zum Thema Nachhaltigkeit bei der ZAK hatten die Diskutanten die Möglichkeit, an sogenannten Thementischen unterschiedliche Sichtweisen zu erörtern. Aufgeteilt waren die einzelnen Arbeitsgruppen in die Nachhaltigkeits-Themen Verantwortungsvolle Unternehmensführung, Umweltschutz, Mitarbeiter, Kundenorientierung und Gesellschaftliche Verantwortung. Wie Projektleiter Felix Herrmann erläuterte, werden als weiterer Schritt, basierend auf den Ergebnissen aus der Bestandsaufnahme der internen und externen Workshops, eine Wesentlichkeitsmatrix erarbeitet. Anhand dieser können Ziele, Indikatoren und Maßnahmen zur Nachhaltigkeitssteuerung bei der ZAK sinnvoll in eine Strategie überführt werden. Zukünftig soll ein Nachhaltigskeitsbericht im Lagebericht der ZAK integriert werden, der über relevante Themen und Daten informiert. Das positive Feedback der Beteiligten zeigt, wie vielfältig und für viele Lebensbereiche relevant das Wirken der ZAK auf die Menschen in der Region ausstrahlt. Immer wieder genannt wurden soziale Aspekte, aber auch die große Bedeutung einer regionalen Wertschöpfung. Langfristig, so die Erkenntnis, müsse ein Umdenken von der leichtsinnigen Wegwerfgesellschaft hin zu einer nachhaltigen Nutzung und Wiederverwertung von Konsumgütern angestrebt werden. Jan Deubig bedankte sich in einem Schlusswort bei allen Beteiligten für ihr Engagement: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie uns ihre Zeit schenken.“ Dies sei, so Deubig, ein großer Vertrauensbeweis, den die ZAK zu schätzen wisse.