ZAK beteiligt sich an Wasserstoff-Initiative Blue Corridor

Die kommunalen Unternehmen SWK, WVE und ZAK sehen den Klimawandel als globale Herausforderung und wollen gemeinsam Verantwortung übernehmen, zukunftsträchtige Lösungen zu entwickeln.

Die Partner der neugegründeten Wasserstoff-Initiative Blue Corridor haben sich daher zum Ziel gesetzt, die Forschung und Innovation von Wasserstofftechnologie, insbesondere im Bereich Mobilität, zu intensivieren.

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit liegt im Bereich Mobilität und Verkehr. Mobilität sichert Entwicklung und ist das Fundament unseres Wohlstands. Es bedarf enormer Anstrengungen, klimaneutrale Lösungen zu bieten, ohne die Mobilität der Menschen einzuschränken und Arbeitsplätze zu gefährden. E-Mobilität ist sicher ein Teil der Lösung und wird auch nach wie vor eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen. Allerdings kann E-Mobilität nicht flächendeckend eingesetzt werden und ist aufgrund der geringeren Reichweite der Fahrzeuge eher für den Stadtverkehr geeignet. Deshalb ist Technologieoffenheit gefordert.

Insbesondere die Brennstoffzellentechnologie, bei der durch den Einsatz von Wasserstoff elektrische Energie erzeugt wird, rückt als sinnvolle Ergänzung immer mehr in den Fokus. Wasserstoffmobilität erfüllt neben der Elektromobilität alle Ansprüche, die wir heute an die Energiewende stellen – aber mit deutlich mehr Komfort, da bei einer Tankdauer von rund drei Minuten Reichweiten von 500 bis 700 km möglich sind.

„Wir erkennen das Potenzial von Wasserstoff und sind überzeugt, mit der Förderung dieser Technologie den richtigen Akzent zu setzen. Das Thema Wasserstoff wird künftig eine bedeutende Rolle bei der Energie- und Mobilitätswende spielen. Deshalb wollen wir uns nicht nur auf E-Mobilität beschränken, sondern eine neue Strategie und ein durchgängiges Konzept entwickeln, das über unsere Stadtgrenze hinaus zum Tragen kommt“, erklärt Richard Mastenbroek, Mitglied des Vorstandes der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG und Initiator dieser Initiative.
 

Zum Start der Wasserstoff-Initiative Blue Corridor haben sich Experten der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG, der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) und der Westpfälzische Ver- und Entsorgungs GmbH (WVE) zusammengefunden. Der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) hat bereits seine Unterstützung zugesagt. Blue Corridor soll als Leuchtturm und Motivator in der Westpfalz etabliert werden und ist offen für neue Partner und Initiativen.
 

Ziel der Initiative ist, gemeinsam technologisch sinnvolle und wirtschaftliche Lösungen zu finden. Die ZAK prüft aktuell, ob die Elektrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff unter Einsatz von eigenerzeugtem Strom aus der energetischen Verwertung von Biomasse eine mögliche Option ist. „Vor diesem Hintergrund wäre auch eine öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle auf dem Gelände der ZAK vorstellbar. Die Lage in der Nähe der Stadt und der Autobahnen A6 und A63 bietet viele Vorteile“, erläutert Jan Deubig, Vorstand der Zentralen Abfallwirtschaft Kaiserslautern. Doch es geht nicht nur um eine neue und zukunftsorientierte Option zum Thema E-Mobilität für den Individualverkehr, sondern zukünftig auch um Lösungen für den ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) inklusive dem schienengebundenen Verkehr. „Wir wollen den Blick öffnen und die Herausforderungen und Besonderheiten unserer Region berücksichtigen“, ergänzt Richard Mastenbroek.
 

Wasserstoff ist einer der Schlüsselfaktoren bei der Erreichung der Klimaziele. „Wenn wir unser Know-how bündeln, haben wir eine große Chance, weitere Perspektiven für den Einsatz von Wasserstoff zu entwickeln“, so Rainer Grüner, Geschäftsführer der WVE GmbH.


Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, sind die Mitglieder der Wasserstoff-Initiative Blue Corridor einhellig der Auffassung, um die Etablierung von Wasserstofftechnologien technisch und wirtschaftlich umsetzen zu können. Blue Corridor setzt nicht nur auf eigene Experten aus den Unternehmen, sondern ist auch auf das Wissen von Forschungseinrichtungen angewiesen, um den Erfolg sicher zu stellen. „Wir müssen alle Hand in Hand arbeiten und uns gemeinsam dieser Herausforderung stellen. Ich bin davon überzeugt, dass der von uns mit Blue Corridor gestartete Weg unsere gesamte Region nach vorne bringt und wir mit der Gründung eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen haben. Im Sinne unserer Unternehmen, unserer Region und nicht zuletzt zum Wohle unserer Umwelt“, erklärt Markus Vollmer, Mitglied des Vorstandes der SWK Stadtwerke Kaiserslautern Versorgungs-AG.