Wertstoffhof bleibt vorerst geöffnet – Zwangspause für Umweltmobil

Corona-Pandemie: ZAK setzt umfangreiches Maßnahmenpaket um
Kaiserslautern, 17.03.2020

Mit umfangreichen Maßnahmen reagiert die ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern auf die aktuelle Corona-Pandemie. Ziel ist es, die Entsorgungssicherheit der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern sowie darüber hinaus zu gewährleisten, aber auch die Bediensteten vor Erkrankungen zu sichern. Vorerst bis Ostern wurden deshalb alle Termine im Umwelterlebniszentrum sowie Besichtigungstermine bei der ZAK abgesagt. Der Wertstoffhof und die Sonderabfall-Annahmestelle bleiben vorerst zu den gewohnten Zeiten geöffnet, Umweltmobil und Elektroaltgerätemobil werden bis einschließlich 19. April eine Zwangspause einlegen.


Die ZAK gehört aufgrund ihrer hoheitlichen Aufgabe im Bereich der Entsorgungssicherheit zur sogenannten „kritischen Infrastruktur“. Durch ihre Tätigkeit trägt sie dazu bei, die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten. Die unterbrechungsfreie Entsorgung von Abfällen auch aus Quarantäne-Haushalten und von der größeren Zahl von Menschen, die sich Zuhause aufhalten muss auch in Krisenzeiten, gerade auch mit Blick auf die Hygiene gewährleistet bleiben. Aus diesem Grund wird sich täglich ein Krisenstab treffen, um die aktuellen Entwicklungen zu analysieren und gegebenenfalls die bereits getroffenen Maßnahmen nachzujustieren.

„Die Abfallentsorgung ist personalintensiv, nur wenige Beschäftigte können von zu Hause aus dem Home-Office heraus arbeiten, weil diese in den Anlagen und auf Fahrzeugen benötigt werden“, betont ZAK-Vorstand Jan Deubig. „Insbesondere viele erkrankte Fahrer oder erkrankte Mitarbeiter in den Entsorgungsanlagen wären eine Herausforderung, da diese nicht leicht zu ersetzen sind.“ Um ein solches Szenario, das die Entsorgungssicherheit gefährden würde, zu verhindern, appelliert die ZAK an alle Mitarbeiter, persönliche Kontakte untereinander und im Umgang mit Kunden auf das absolut Notwendigste zu reduzieren.

Das betrifft auch den Wertstoffhof und die Sonderabfall-Annahmestelle. Hier kann es durch die bereits eingeleiteten Maßnahmen zu längeren Wartezeiten kommen. Pro Ebene werden immer nur drei Fahrzeuge gleichzeitig zugelassen, ein Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern zu den Mitarbeitern und untereinander ist unbedingt einzuhalten. „Durch die Umstellung kam es am Montag bereits zu längeren Wartezeiten, denn neben diesen unumgänglichen Sicherheitsregeln erleben wir zurzeit einen unglaublichen Andrang, es kommen viel mehr Bürgerinnen und Bürger als in der Vergangenheit. Wir können nur an die Bevölkerung appellieren, zum Schutz unserer Mitarbeiter Rücksicht auf die veränderte Situation zu nehmen und für den Besuch des Wertstoffhofes mehr Zeit einzuplanen oder nur die Abfälle auf diesem Weg zu entsorgen, deren Entsorgung nicht noch ein paar Wochen warten kann“, beschreibt Deubig die neue Herausforderung.

Für verschiedene Abteilungen wurden bereits Home-Office-Regelungen getroffen. Neben der Bereitstellung sämtlicher hygienischen Schutzmaßnahmen, wird die ZAK ihren Bediensteten in dieser Woche zudem unterstützende Impfungen anbieten. Die ZAK wirbt zudem um Verständnis, dass an den Anlagen persönliche Kontakte vermieden werden und stattdessen eine „kontaktlose“ Abfertigung der Anliefer- und Abholfahrzeuge erfolgen soll.

Besichtigungstermine bei der ZAK wurden ebenso wie die Besuche im Umwelterlebniszentrum bis Mitte April abgesagt. Dagegen bleiben der Wertstoffhof und die Sonderabfall-Annahmestelle vorerst zu den regulären Zeiten weiter für die Bevölkerung geöffnet. Die Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie Samstag von 8 bis 12 Uhr. Kompostprodukte werden an Privatpersonen nur noch samstags abgegeben.

Die Zahlung bei der ZAK ist augenblicklich ausschließlich mit EC-Karte möglich.