Wieso Bioabfälle so wertvoll sind

Präsentation der neuen ASK-Kampagne bei der ZAK
Kaiserslautern, 21.04.2016

Die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern (ZAK) sowie der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungs-Eigenbetrieb der Stadt Kaiserslautern (ASK) haben sich zum Ziel gesetzt, die Quantität und Qualität der Bioabfallsammelmengen zu steigern. Bei einem gemeinsamen Pressetermin in der ZAK-Verwaltung wurden die neue ASK-Kampagne „KLASSE.BIO.MASSE“ und das Biomassekompetenzzentrum der ZAK präsentiert. 
  
Seit Herbst letzten Jahres betreibt die ZAK das Biomassekompetenzzentrum im Abfallwirtschaftszentrum Kaiserslautern-Mehlingen. Aus den von neun Gebietskörperschaften - neben der Stadt Kaiserslautern sind dies die Städte Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal, Neustadt und Worms sowie die Landkreise Kaiserslautern, Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis - gesammelten Bioabfällen entsteht dort Strom, Fernwärme und Kompost und damit ein nachhaltiger Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Eine Aufgabe der beiden öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger ASK und ZAK ist es, die im Stadtgebiet Kaiserslautern anfallenden Bioabfälle zu sammeln, zu transportieren und zu verwerten.

ZAK-Vorstand Jan Deubig bemerkt eine zunehmende „Mülltrennungs-Verdrossenheit“ in der Bevölkerung, dabei sei die Sammlung von Bioabfällen sowohl wirtschaftlich, als auch ökologisch überaus sinnvoll. In keinem anderen Bereich könnten regionale Stoffkreisläufe besser geschlossen werden, so Deubig. Das Biomassekompetenzzentrum verwertet jährlich rund 60.000 Tonnen Bioabfälle und gewinnt daraus Strom, Fernwärme und Qualitätskompost. Der CO2-Ausstoß könne dadurch drastisch gesenkt werden, so der ZAK-Vorstand.  

Der ASK möchte dies unterstützen und hat sich die Steigerung der Quantität und Qualität seiner Bioabfallsammelmengen auf seine Agenda gesetzt. Eine Abfallanalyse aus dem Jahr 2012 ergab einen Organikanteil von 31 Prozent im Restabfall. „Wir müssen erreichen, dass diese Bioabfälle in der Biotonne und nicht in der Restmülltonne landen“, so Rainer Grüner, Werkleiter des ASK, der durchaus Potential in der Steigerung der Bioabfallmengen sieht. 

„Neben dem nachhaltigen Klima- und Ressourcenschutz kommt ein weiterer positiver Aspekt hinzu: Die Steigerung der Bioabfallsammelmengen und damit einhergehende Reduktion des Restabfalls bewirkt eine Kosteneinsparung und kommt somit wiederum dem Gebührenzahler zugute“, erläutert die zuständige Dezernentin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt. 

Die neue Kampagne „KLASSE.BIO.MASSE“,  die die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des ASK für das Jahr 2016 konzipiert hat, soll dabei helfen, die Quantität und Qualität der Bioabfall-Sammelmengen zu steigern. Bestandteile der Kampagne sind ein aussagekräftiger Info-Flyer, plakative Großformatfolien auf den Entsorgungsfahrzeugen, ein Fotowettbewerb sowie abschließend ein gemeinsamer Aktionstag von ASK und ZAK am 8. Oktober 2016.