Weit mehr als nur ein Wertstoffhof

ZAK-Erlebnistag mit jeder Menge überraschender Einblicke
10.06.2016

Als die erste Besichtigungstour zu Ende ging, tauschten sich viele der Besucher über ihre gewonnen Eindrücke aus: „Mehr als den Wertstoffhof kannte ich bislang nicht, jetzt habe ich ein ganz anderes Bild von dem, was hier täglich geleistet wird.“  Nur ganz selten öffnet die ZAK -  Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern für Besucher ihre Anlagen. Der Erlebnistag am vergangenen Sonntag war eine solche Gelegenheit. Und die wurde von der Bevölkerung intensiv genutzt. Rund 8.000 Besucher zählten die Organisatoren auf dem 88 Hektar großen Gelände, das von den Mitarbeitern in den Wochen davor blendend herausgeputzt wurde. Schließlich feierte die ZAK an diesem Tag auch ihren 40. Geburtstag.

 

In den Morgenstunden lag das Abfallwirtschaftszentrum noch in dichtem Nebel, doch als die Wolken aufrissen und die Sonne sich für die Verspätung förmlich entschuldigen wollte, strömten die Besucher in Richtung Kapiteltal. Währenddessen skizzierte Vorstand Jan Deubig bei der offiziellen Eröffnung die Entwicklung der ZAK, speziell in den letzten zehn Jahren. So habe sich das von Stadt und Landkreis getragene Unternehmen vom Sorgenkind zum Musterschüler entwickelt. Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt und Landrat Paul Junker unterstrichen noch einmal die Bedeutung der ZAK für die Entsorgungssicherheit von rund 250.000 Menschen. Beide lobten den Blick über den Tellerrand hinaus, der der ZAK zusätzliche Geschäftsfelder eröffnet hat. Diese Entwicklung, im Stile eines Hybrid sowohl öffentliche als auch private Partner zu finden, wurde beim Gespräch mit ASK-Werksleiter Rainer Grüner und Stephan Haupenthal, Geschäftsführer der Remex Deponiegesellschaft mbH, besonders deutlich.

Beim Erlebnistag lag der Schwerpunkt des Besichtigungsprogramms, das von erfahrenen Mitarbeitern begleitet wurde, auf den Anlagen des Biomassekompetenzzentrums. Neben dem Biomasseheizkraftwerk konnten die Besucher auch einen Blick in die Methanisierungsanlage, die VM-Presse und die Kompostierungsanlage werfen. Gezeigt wurde, wie aus den Bioabfällen der Region im Abfallwirtschaftszentrum Fernwärme, Strom und Kompost gewonnen wird. Wie sehr sich die Abfallwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, zeigte anschaulich eine Ausstellung historischer Müllfahrzeuge.

 

Aber auch das Rahmenprogramm beim Erlebnistag konnte sich sehen und hören lassen. Nach dem Auftritt von Absolventen der Kreismusikschule, die bekannte Filmmelodien interpretierten, begeisterten die jungen Solisten Clara Rothländer, Jessica Weiß, Erdan Aman  und David Chodorowski ihr Publikum mit außergewöhnlichen Stimmen. Die Band „Downwind“ präsentierte legendäre Rock-Klassiker, während der Musikverein Mehlingen mit einem bunten Melodienreigen und der Musik-Clown „Schrotti“ mit eigenwilligen Interpretationen die Besucher unterhielten. Auf dem „Marktplatz“ stellten sich Partnerfirmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen vor, Kinder und Jugendliche hatten die Möglichkeit, sich zu Müllexperten „ausbilden“ zu lassen.

 

ZAK-Vorstand Jan Deubig zog ein überaus positives Fazit des Erlebnistages: „Wir wollten der Bevölkerung mit dem Mix aus Information und Unterhaltung ein Angebot unterbreiten. Es ist natürlich schön, wenn dieses auch so dankbar angenommen wird.“ Sein besonderer Dank galt am Tag nach der gelungenen Veranstaltung den Mitarbeitern, die in den letzten Wochen neben der normalen Arbeit dieses Fest vorbereitet und organisiert haben. „Nur mit solch engagierten Mitarbeitern lässt sich ein Erlebnistag in dieser Form stemmen“, so Deubig.