ZAK: Tag der Daseinsvorsorge

Die regelmäßige Abholung von Abfällen, der Strom aus der Steckdose und das Trinkwasser aus dem Hahn.
Kaiserslautern, 23. Juni 2018

Für viele Menschen sind dies längst liebgewonnene Selbstverständlichkeiten. Fest steht: Kommunale Unternehmen sind die zentralen Infrastrukturdienstleister in Deutschland und in den Regionen wesentliche Impulsgeber für die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Stabilität und Entwicklung. Am Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni 2018 soll auf die Bedeutung der kommunalen Dienstleistungen aufmerksam gemacht werden.

Daseinsvorsorge umfasst eine Vielzahl kommunaler Aufgaben. Zuweilen arbeiten kommunale Unternehmen vor Ort Hand in Hand. So wurden aus der Region im vergangenen Jahr knapp 39.000 Tonnen Bio- und rund 43.000 Tonnen Restabfälle zur weiteren Behandlung und Verwertung an die ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern angeliefert. Unter anderem aus der Verwertung der Bioabfälle gewinnt die ZAK 14,3 GWh Strom und speist 48 GWh Fernwärme in die Netze der Stadtwerke Kaiserslautern (SWK), die damit umgerechnet den Bedarf von 3.500 Haushalten decken können.

„Im Alltag werden die Leistungen der Daseinsvorsorge selten bewusst wahrgenommen – weil sie seit Jahrzehnten verlässlich funktionieren und die Menschen sich darum nicht sorgen müssen“,  erklärt ZAK-Vorstand Jan Deubig. International ist der Tag der Daseinsvorsorge, der vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) koordiniert wird, als „Public Service Day“ bekannt und wird von den Vereinten Nationen ausgerufen.

Als Arbeitgeber für knapp 260.000 Menschen, aber auch als Auftraggeber sorgen kommunale Unternehmen für einen messbaren wirtschaftlichen Effekt. Allein die ZAK beschäftigt im Kapiteltal mehr als 120 Mitarbeiter in einem sozialversicherungspflichtigen, tarifgebundenen Verhältnis. Kommunale Unternehmen erwirtschaften jährlich mehr als 111 Milliarden Euro. Und sie engagieren sich vor Ort: Kommunale Unternehmen investieren über 9,4 Milliarden Euro in regionale Infrastrukturen. Die Aufgaben sind überaus vielfältig: So erzeugen kommunale Unternehmen 70 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr und liefern täglich 121 Liter Trinkwasser pro Bürger.

Auch beim Thema Abfallentsorgung und –verwertung geht nichts ohne kommunale Unternehmen. Diese entsorgen jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall – das entspricht dem Gewicht des Berliner Fernsehturms. Mit 65 Prozent hat Deutschland die höchste Recyclingquote unter den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die deutsche Kommunalwirtschaft hat ganz nebenbei eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung für unser Land: Sie sichert direkt und indirekt Arbeitsplätze für insgesamt 734.000 Menschen. Kommunale Unternehmen sorgen jährlich für 16,7 Milliarden Euro Einkommen und generieren 23,7 Milliarden Euro an Steuern.

Der Grund für diese Erfolgsgeschichte: Kommunale Unternehmen sind vor Ort lokal verankert, kennen die Region, ihre Einwohner und die heimische Wirtschaft. Die Bürgerinnen und Bürger schätzen diese Nähe und begegnen kommunalen Unternehmen mit großem Vertrauen. Die Kommunalwirtschaft packt die Dinge vor Ort an und ist ein wichtiger Teil der Stadtentwicklung. Sie ist ein Garant für Lebensqualität. Die Aufgabe kommunaler Unternehmen ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft dauerhafte Ver- und Entsorgungssicherheit bei bestmöglichem Service zu bieten.

Dabei steht nicht die Maximierung der Entgelte im Vordergrund, sondern das Angebot effizienter und nachhaltiger Dienstleistungen. Zu Recht vertrauen die Deutschen den kommunalen Unternehmen ihre Daseinsvorsorge an. Diese Wertschätzung zeigt sich deutlich in der aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes forsa im Auftrag des VKU. Demnach haben 75 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger großes oder sogar sehr großes Vertrauen in kommunale Unternehmen. 91 Prozent sind mit der Arbeit der kommunalen Unternehmen zufrieden oder sehr zufrieden.