König der Humusdünger:

Mit Kompost gegen die Trockenheit
Kaiserslautern, 06. August 2018

Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzt vor allem den Landwirten gehörig zu. Schon jetzt wird mit der niedrigsten Getreideernte seit 20 Jahren gerechnet. Es fehlt den Pflanzen schlichtweg an Wasser. Düngung mit dem unter dem Eigennamen PALATIHUM angebotenen Kompost der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern könnte hier helfen.

Kompost gilt gemeinhin als König der Humusdünger. Kaum ein anderer organischer Dünger liefert so viel humuswirksame organische Substanz. Alleine eine übliche Gabe liefert so viel Humus wie sieben Strohdüngungen. Eine Gülledüngung dagegen trägt kaum zum Humusaufbau bei, da die zulässigen Aufbringungsmengen stark durch die hohen Stickstoff- und Phosphorgehalte begrenzt werden. Der Grund ist einfach: Humus wirkt im Boden wie ein großer Schwamm. Er speichert das Fünffache des Eigengewichts an Wasser, mit Kompostdünger lässt sich also das Wasser für die Pflanzen ganz gezielt managen.

Neben der Humusversorgung erzielt der Kompost gleichzeitig eine Grunddüngung und eine Erhaltungskalkung. Das Bodenleben wird aktiver und gesünder, der Wurzelraum besser durchlüftet. Der Boden erwärmt sich im Frühjahr schneller und ist leichter zu bearbeiten. Zudem verringert sich die Erosionsgefahr. Durch die erhöhte Wasseraufnahme und -speicherung sowie die verbesserte Krümelstabilität wird die Widerstandskraft der Pflanzen gestärkt.

Die Nährstoffe im Kompost decken weitestgehend den Bedarf der meisten Kulturpflanzen. Phosphor und Kalium aus dem Kompost sollen langfristig zu 100 Prozent in die Düngeplanung einfließen. Komposte enthalten darüber hinaus neben Stickstoff, Schwefel, Magnesium und basisch wirksamen Bestandteilen essenzielle Spurennährstoffe. Schon eine Kompostgabe deckt den Kalkbedarf des Bodens in der Regel vollständig ab.

Die kontinuierliche Güteüberwachung des PALATIHUM Komposts garantiert seit mehr als zehn Jahren beste Qualität. Alle bei der ZAK produzierten Kompostprodukte sind nach den Richtlinien der Bundesgütegemeinschaft Kompost RAL-gütegesichert und dürfen im Öko-Landbau eingesetzt werden. Das bedeutet, dass über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zusätzliche Parameter wie Rottegrad, pflanzenverfügbare Nährstoffe und die Flächensumme von Fremdstoffen untersucht werden. Die Produkte sind frei von keimfähigen Samen und potentiellen Krankheitserregern.

Die seit Mitte 2017 gültige Düngeverordnung sieht für Kompost einige Erleichterungen hinsichtlich der zulässigen Aufbringungszeiträume, der Anforderungen an die Bodenbeschaffenheit, der Abstandsregelungen und der Einarbeitungspflichten vor. Sofern ausschließlich Kompost auf Feldern eingesetzt wird, führt dies zu keinerlei nennenswerten Einschränkungen pflanzenbaulich sinnvoller Kompostabgaben. Bei einer Kombination von organischen Düngern und Kompost kann die im Jahr der Anwendung aufgebrachte Stickstoffmenge aus der Kompostdüngung auf drei Jahre verteilt werden. Damit werden in der Düngeverordnung die besonderen Eigenschaften von Kompost teilweise berücksichtigt.

Ausführliche Informationen finden Sie auch in der aktuellen ausgabe von agrarheute "Wasser halten mit Kompost": https://www.zak-kl.de/sites/default/files/agrarheute.pdf