ZAK: „Testgelände“ für autonome Straßenwalzen

Im Bereich der Mobilität zählt autonomes Fahren zu den großen Herausforderungen der Zukunft.
Kaiserslautern, 01.03.2019

 Logisch, dass diese Entwicklung auch vor Arbeitsmaschinen nicht Halt macht. Auf dem Gelände der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern werden derzeit zwei vernetzte Straßenwalzen getestet. Der Lehrstuhl für Robotersysteme an der TU Kaiserslautern betreut mit drei Mitarbeitern das Projekt.

Das vom Bildungs- und Forschungsministerium geförderte Projekt Autonomous Mobile Machine Communication for Off-Road Applications (5G-AMMCOA) legt den Fokus auf lokale, infrastrukturlose, 5G-basierte Kommunikationstechniken. Diese sind deshalb so wichtig, weil gesamte Flottenverbünde koordiniert werden müssen und auch bei einer unzureichenden Funknetzabdeckung jederzeit auf eine lokale Kommunikationsinfrastruktur zurückgegriffen werden muss.

Ein konkreter Anwendungsfall von 5G-AMMCOA ist der koordinierte Einsatz von Baumaschinen in der Straßenfertigung. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Baumaschinen wie Straßenfertiger, Beschicker, Walzen und Lkws stellt die Entwickler vor große Herausforderungen: So bestehen enge Fristen für das Einbauen von Asphalt und dessen Verdichtung.

Die beiden auf dem ZAK-Gelände zum Einsatz kommenden Straßenwalzen der Firma Bomag wurden zu autonomen Systemen umgerüstet und mit vielfältiger Sensorik zur Umweltwahrnehmung und Umfeldsicherheit ausgerüstet. Entwickelt werden komplexe Kooperationslösungen und Steuerungskonzepte für die einzelnen Walzen in einer Straßenbauumgebung. Eine solche Umgebung wurde auf dem ZAK-Gelände gefunden. Professor Karsten Berns von der TU Kaiserslautern spricht von einem „tollen Areal“, das wohl noch einige Monate als „Testgelände“ dienen wird.