Entsorgungs-Kooperation ZAK und GML: „Energiedepot“-Vertrag in trockenen Tüchern

Die ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern und die GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen haben am 20. März 2019 ihre Vereinbarung über die Errichtung und den Betrieb eines „Energiedepots“ förmlich besiegelt.
Kaiserslautern, 20.03.2019
ZAK-Vorstand Jan Deubig und GML-Geschäftsführer Dr. Thomas Grommes bei der Vertragsunterzeichnung.

Insgesamt werden seit Anfang des Jahres 2019 rund sieben Millionen Euro von der ZAK in das Projekt in Kaiserslautern investiert. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2019 geplant. Ziel ist es, eine ökologisch hochwertige und regionale Entsorgung der Restabfälle aus Haushalten weiterhin sicherzustellen.

Im neuen „Energiedepot“ sollen zukünftig die angelieferten Restabfälle der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern bei Bedarf teilweise balliert, das heißt in dichte Kunststofffolie gewickelt, und zwischengelagert werden, ehe sie in das Müllheizkraftwerk nach Ludwigshafen transportiert werden. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung wurde mit einer Laufzeit von 15 Jahren geschlossen.

Notwendig wird das „Energiedepot“, weil die regelmäßig anstehenden Revisionszeiten des Müllheizkraftwerks Ludwigshafen oder auch unplanmäßige Ausfälle und Kapazitätsschwankungen eine zeitweise Zwischenlagerung der Restabfälle aus Stadt und Landkreis notwendig machen. Zudem können die Restabfälle zeitlich flexibler angeliefert werden, um die Produktion von Energie im Müllheizkraftwerk Ludwigshafen besser zu steuern.Insgesamt können im neuen „Energiedepot“ bis zu 7.500 Tonnen Restmüll zwischengelagert werden. In der Regel verbleibt dieser aufwändig in große, folierte Ballen verpackte Abfall rund sechs Monate im Kapiteltal, bevor er nach Ludwigshafen transportiert wird.

Durch den Vertrag wird die interkommunale Kooperation zwischen ZAK und GML ausgebaut. Als Mitgesellschafter der GML liefert die ZAK die Restabfälle der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern in das Müllheizkraftwerk nach Ludwigshafen. Im Gegenzug liefern die GML-Gesellschafter Bioabfälle und Schlacke an die ZAK.

ZAK-Vorstand Jan Deubig und GML-Geschäftsführer Dr. Thomas Grommes freuen sich auf die Erweiterung der erfolgreichen regionalen Entsorgungs-Kooperation von ZAK und GML: „Seit 2014 arbeiten wir intensiv zusammen, um die regionale Entsorgungssicherheit für eine Million Einwohner auf hohem Umweltniveau und zu bezahlbaren Konditionen abzusichern. Das neue ,Energiedepot' sichert diese Daseinsvorsorge ab.“

Zudem baut die ZAK unabhängig vom neuen Vertrag mit der GML ein Zwischenlager für sogenannte nicht gefährliche Abfälle. Das direkt an das Ballenlager grenzende neue ZAK-Zwischenlager reicht für bis zu 19.000 Tonnen nicht gefährliche Abfälle wie Holz, Eisen, aber vor allem auch für Kompost. Durch die Zwischenlagerung bei der ZAK können sich Landwirte zukünftig mit Kompost eindecken, wenn sie ihn auch tatsächlich brauchen.

(Foto: ZAK-Vorstand Jan Deubig und GML-Geschäftsführer Dr. Thomas Grommes bei der Vertragsunterzeichnung)