Neue Umladehalle geht in Betrieb
Kaiserslautern, 16.10.2026
Anfang November soll die neue Umladehalle der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern in Betrieb genommen werden. Zu einem Rundgang trafen sich die am Bau Beteiligten nun, um den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten zu feiern. Insgesamt hat die ZAK in das außergewöhnliche Bauwerk knapp elf Millionen Euro investiert.
Die Umladehalle mit einer Ablade- und Beladezone zählt zu den elementaren Einrichtungen im Stoffstrommanagement der ZAK. Rund 300 Tonnen Abfall am Tag, also rund 100.000 Jahrestonnen, werden hier umgeschlagen. Dabei handelt es sich zum einen um Hausrestabfall, vorzerkleinerten Sperrabfall, sowie Gewerbeabfall und Kommunalabfall. Zum anderen wird als Dienstleistung PPK („Papier, Pappe und Kartonagen“) umgeschlagen. Die angelieferten Abfälle werden mittels Sichtkontrolle geprüft und nach Abfallsorten getrennt abgeladen. Mit einem Radlader werden die zum Abtransport bereitgestellten Abfälle in größere Transportfahrzeuge verladen. Die neue Halle verfügt darüber hinaus über einen Sperrabfallzerkleinerer sowie eine Entstaubungsanlage.
Die 2007 errichtete Umladehalle steht auf dem letzten verfügbaren und bereits abgedichteten Areal, das zur Erweiterung der DK I-Deponie genutzt werden kann. Aus diesem Grund hat sich die ZAK für einen Neubau entschieden, der für ZAK-Vorstand Jan Deubig eine „ingenieurbautechnische Großleistung“ darstellt. Denn das Plateau, auf dem die Halle errichtet wurde, befindet sich in einer 70 Grad steilen Böschung, die mit 160.000 Tonnen Ersatzbaustoffen und 60.000 Quadratmetern Geogittern ausgeglichen und verfestigt wurde. Das Bauwerk ist das zweithöchste seiner Art in Deutschland.
Die Umladehalle verfügt über eine Grundfläche von 2.660 Quadratmetern, zusätzlich stehen 1.300 Quadratmeter Freifläche als Zwischenlager zur Verfügung. Die Bauzeit für das Plateau betrug 20 Monate, für die Halle 13 Monate. „Wir sind im Zeitplan und im Budget geblieben“, freut sich Jan Deubig über den erfolgreichen Abschluss der Arbeiten.
